AG für Altertum und Frühmittelalter
Als Ergänzung der vorhandenen Arbeitsgemeinschaften wurde eine neue Gruppe "Altertum und Frühmittelalter in Westfalen" gegründet. Geplant ist die Aufarbeitung der Ereignisse aus der Zeit zwischen dem Jahr 100 v.Chr. bis 1000 n. Chr., von den Rhein-Weser-Germanen bis zu den Alt-Sachsen. Schwerpunkte werden unter anderem die Auseinandersetzungen mit Römern und Franken sein. Sprachforschung, Siedlungsgeographie und Religionsgeschichte sind mögliche Themenfelder. Im Rahmen der neuen AG sind Ausstellungsbesuche, Vorträge, Besichtigungen von historischen Plätzen und Veröffentlichungen angedacht. Regelmäßiger Termin ist der zweite Donnerstag im Monat, 19.00 Uhr im Stadtarchiv, Veranstaltungssaal SO2, Kavalleriestr. 17, erstmals am 17. September 2009.
Kontakt-Adresse: Jörg Meyer zu Theenhausen, Tel. 05201 667539, eMail: brief@biohof-mobil.de
Programm für das 1. Halbjahr 2026
- Donnerstag, 15.01.2026, 19 Uhr, SO2
- Jörg Meyer zu Theenhausen
1. Austauschabend: Rückschau + Vorschau 2026
2. Das Römerlager Anreppen und die End-Datierung mit fehlenden Varus-Münzen? - Donnerstag. 12.02.2026, 19 Uhr, SO2
- Dr. Stephan Berke, Archäologe
Varus und das Römerlager Sennestadt - Donnerstag, 12.03.2026, 19 Uhr, SO2
- Klaus-Joachim Heuser
Das Wirtschaftsimperium der Römer - Zusatztermin
Samstag, 28. März 2026, 11:00 Uhr - Manfred Köllner, Historiker: Führung durch das Römerlager Anreppen
Ort: 33129 Delbrück-Anreppen, Am Römerlager 15
Kostenbeitrag pro Person: 5,00 Euro - Donnerstag, 16.04.2026, 19 Uhr, SO2
- Heinz-Dieter Zutz
Alte Kanäle - Donnerstag, 07.05.2026, 19 Uhr, SO2
- Dr. Bettina Tremmel, LWL-Archäologin
Neues von den Römern in Westfalen -
Donnerstag, 11.06.2026, 19 Uhr, SO2
Neuer Termin: Donnerstag, 2. Juli 2026, 19:00 Uhr, SO2 - Dr. Ulrich Lehmann, LWL-Archäologe
Fränkisches Militär aus Sicht der Archäologie
Im frühen Mittelalter wurden die Franken zu einer der bestimmenden Mächte in Europa. Ihr Erfolg gründete nicht zuletzt auf militärischer Stärke, doch die spärlichen Schriftquellen der Zeit geben nur wenig Auskunft darüber, wie dieses Militär konkret aufgebaut war und agierte. Dagegen sind uns zahlreiche unmittelbare Zeugnisse der Kämpfer in Form von Schwertern, Schilden, Lanzen etc. aus den Körpergräbern der Merowinger- und Karolingerzeit bekannt. Doch erst die Verbindung verschiedener Quellengattungen zeichnet ein Bild vom gut gerüsteten fränkischen Krieger, dessen Leben zu großen Teilen durch den (individuellen) Kampf bestimmt war. Die Unterschiede zu anderen Kämpfern, etwa den "Sachsen" zu Zeiten Karls des Großen, erscheinen jedoch kleiner, als man gemeinhin annehmen könnte. Neben einem Blick auf die persönliche Waffenausstattung und die damit verbundene Kampfesweise, soll auch die Herstellungstechnik der Waffen in den Blick genommen werden, denn sie lässt erahnen, dass es sich nicht nur um reine Kampfwerkzeuge handelte, sondern auch um wichtige Statussymbole und teilweise sogar magisch erscheinende Artefakte.
Alle Veranstaltungen finden, wenn kein anderer Ort angegeben ist,
im Veranstaltungssaal SO2 des Stadtarchivs, Kavalleriestr. 17, 2.
Etage, 33602 Bielefeld, statt.
Die Veranstaltungen des Historischen Vereins sind, wenn nicht anders
angegeben, kostenlos. Gäste sind stets willkommen.

