Historischer Verein für die Grafschaft Ravensberg e.V.

Neuerscheinungen

Ravensberger Blätter, Zweites Heft 2017
Thema: Obdachlos – Bethel und die Geschichte der Wohnungslosenhilfe

  1. Beiträge

    Hans-Walter Schmuhl/Kerstin Stockhecke:
    Zur Einführung
    S. 1 – 2

    Christoph Herkströter/Marc Wübbenhorst:
    Friedrich von Bodelschwingh d. Ä. und die Anfänge der Wandererfürsorge
    S. 3 – 11

    Projektgruppe „Ganz unten. Obdachlosigkeit, öffentliche Skandalisierung, diakonisches Engagement“:
    Wangemanns Wanderungen. Eine Episode aus der Frühzeit der Wandererfürsorge
    S. 12 – 32

    Hans-Walter Schmuhl:
    Infam. Theodor Wangemanns weiterer Lebensweg
    S. 33 – 45

    Christoph Herkströter/Marius Nagel/Tim Wagner:
    „Das Wandern muss mit Stumpf und Stiel ausgerottet werden.“
    Die Arbeitslosenfürsorge in der Zeit des Nationalsozialismus
    S. 46 – 54

    Alina Ebmeyer:
    Kein Mensch in besonderen sozialen Schwierigkeiten
    S. 55 – 62

    Christoph Herkströter/Marius Nagel/Tim Wagner:
    Vom Bürger zum Ausgestoßenen. Sozialer Abstieg in der modernen Gesellschaft
    S. 63 – 68

  2. Namen, Notizen, Termine

    Nachruf Prof. Dr. Heinrich Rüthing (1937 – 2017)
    S. 69 – 74

    Nachruf Dr. Friedrich Korte (1925 – 2017)
    S. 74 – 75

    Tobias Welbers ist Gustav-Engel-Preisträger 2017
    S. 76

    Hinweise zu Ausstellungen und Vorträgen
    S. 77 - 80

Titelbild:
Bei der Kartoffelernte in der Arbeiterkolonie Mühlgrund, 1930er Jahre;
Hauptarchiv der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel

ISSN 1866-041X

102. Jahresbericht des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg, Jahrgang 2017

Johannes Altenberend
100 Jahre Bielefelder Bauernhausmuseum.
Festvortrag zur Feier des 100. Jubiläums am 6. Juni 2017 im Neuen Rathaus
S. 7 – 18

Christian Helbich
Zwischen „alter“ und „neuer“ Kirche.
Die Reformpolitik der Herzöge von Jülich-Kleve-Berg in der Grafschaft Ravensberg im 16. Jahrhundert
S. 19 – 52

Sebastian Schröder
Die Reformation und Durchsetzung des evangelischen Bekenntnisses in Bad Holzhausen und Börninghausen
S. 53 – 82

Bernd J. Wagner
Die Wahlen zum Norddeutschen Reichstag und die Krise der Liberalen in Bielefeld (1867)
S. 83 – 100

Ute Sattler
Jüdische und christliche Patientinnen jüdischer Herkunft in der Westfälischen Diakonissenanstalt Sarepta während der Zeit des Nationalsozialismus
S. 101 – 126

Ulrike Winkler
„Der lange Weg aus der ‚erlernten Hilflosigkeit‘.
Bethel in den 1960er und 1970er Jahren“
S. 127 – 148

Agnes Maria Piekacz
Gebrauchte Dinge.
Zum Umgang mit Gebrauchtem in der Nachkriegszeit
S. 149 – 168

Vereinsbericht über das Jahr 2016
S. 169 – 172

Verzeichnis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
S. 173

Das Bielefelder Bauernhausmuseum 1917 - 2017
Ein Ort für die ländliche Geschichte

Johannes Altenberend/Lutz Volmer (Hg.)
20. Sonderveröffentlichung des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg 2017
ISBN 978-3-7395-1120-7
Gb. 27 x 21 cm. 192 S. 82 sw. Abb. 99 farb. Abb. 24,00 €

Das Bielefelder Bauernhausmuseum ist das älteste Freilichtmuseum Westfalens. Der 1917 an den Rand des Stadtwaldes translozierte Hof Meier zu Ummeln wurde in der Folgezeit um historische Gebäude aus Ravensberg und angrenzenden Gebieten ergänzt. Nach dem Brand und der völligen Zerstörung des Haupthauses 1995 erhielt das Museum 1999 mit zwei Häusern des Hofes Möllering aus Rödinghausen einen neuen Mittelpunkt. Die Dauerausstellung führt unter dem Oberbegriff „System Hof“ in die ländliche Kulturgeschichte um die Mitte des 19. Jahrhunderts ein. Das Museum wird jährlich von rund 30.000 Menschen besucht und richtet etwa 500 Veranstaltungen aus. Das reich illustrierte Buch bietet ein abwechslungsreiches Bild der Entwicklung des Museums von seiner Gründung bis zur Gegenwart.

Inhalt:

Grußworte
S. 6 - 7

Vorwort
S. 8 - 9

Jochen Rath:
Heimatschutz in Minden-Ravensberg 1900 bis 1930
Vom neoromantischen Reflex zur politischen Reaktion
S. 11 - 31

Bernd J. Wagner:
„Kaufen Sie doch Meyer zu Ummeln“
Ein Bauernhausmuseum für Bielefeld
S. 33 - 49

Johannes Altenberend:
Das Bauernhausmuseum in der Weimarer Republik und im Dritten Reich
Zwischen Heimatschutzbewegung und nationalsozialistischer „Blut und Boden“-Ideologie
S. 51 - 71

Lutz Volmer:
Ein Ort unverdächtiger Heimatpflege?
Das Bauernhausmuseum zwischen 1945 und 1995
S. 73 - 95

Bernd J. Wagner:
Wie ein Phönix aus der Asche
Der beschwerliche Weg zum neuen Bauernhausmuseum
S. 97 - 115

Lutz Volmer:
Erfrischend anders
Das Bauernhausmuseum mit Hof Möllering in der „neuen Betriebsphase“
S. 117 - 139

Andreas Beaugrand:
Das Bauernhausmuseum als multifunktionaler Veranstaltungsort
Ort der Sinnstiftung für eine sich wandelnde kollektive Identität
S. 141 - 155

Lutz Volmer / Uwe Standera:
Die museale Sachgutsammlung
S. 157 – 181

Sonderausstellungen im Bauernhausmuseum 1999 – 2017
S. 183 - 188

Literaturverzeichnis
S. 189 - 190

Autorenverzeichnis
S. 191

Abbildungsnachweis
S. 192

Sparrenburg archäologisch – Die Ausgrabungen 2007 bis 2013

19. Sonderveröffentlichung des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg, bearbeitet von Johannes Altenberend u. Roland Siekmann
tpk-Regionalverlag, ISBN 978-3-936359-61-9
200 Seiten, Format 28 x 21 cm, 19,80 €

Auf der Sparrenburg – korrekt: der Burg und Festung Sparrenberg – wurden in den Jahren 2007 bis 2013 archäologische Grabungen durchgeführt, deren Ergebnisse nicht nur die Fachwelt, sondern auch die Bielefelder Bürgerinnen und Bürger sowie zahlreiche Besucher von nah und fern begeistern. Der sehr gut erhaltene steinerne Originalfußboden auf der Geschützplattform des Kiekstattrondells, die imposanten Grundmauern eines bislang unbekannten Zeughauses, die mittelalterliche Ringmauer der Burganlage und die Steinbogenbrücke zum Windmühlenrondell zählen dabei zu den spektakulärsten Befunden der LWL-Archäologen. Beteiligte Fachleute ordnen auf dieser Basis die Baugeschichte der Sparrenburg neu und präsentieren die Fundstücke der Untersuchungen erstmals einer breiten Öffentlichkeit.

Inhalt:

  • Vom „Museum für geschichtliche Denkmäler“ zum „Offenen Museum“: Die Sparrenburg und der Historische Verein (Johannes Altenberend)
  • Burg und Festung Sparrenburg: Historische Einführung (Reinhard Vogelsang)
  • Die Grabungskampagnen: Chronologie und Organisation (Werner Best)
  • Die Grabungsbefunde im Kontext der Baugeschichte: Darstellung, Auswertung und Interpretation (Johannes Müller-Kissing)
  • Zwischen Krieg und Alltag: Die Funde der Ausgrabungen (Stefan Eismann)

„Es waren doch unsere Nachbarn!“
Deportationen in Ostwestfalen-Lippe 1941-1945

Jupp Asdonk, Dagmar Buchwald, Lutz Havemann, Uwe Horst, Bernd J. Wagner (Hg.)

2. überarbeitete Auflage, 320 Seiten, zahlr. Abb., Hardcover, Klartext Verlag Essen, 19,95 €,
ISBN 978-3-8375-1292-2
Das Buch ist im Buchhandel erhältlich.
Es kann online auch unter www.klartext-verlag.de oder telefonisch unter 0201 8620631 bestellt werden.
Bei Postversand zzgl. Portokosten.

Inhaltsverzeichnis

Grußwort (Beate Klarsfeld)

Zur Einführung

Teil 1: Der politische, soziale und organisatorische Rahmen der Deportationen (Uwe Horst)

  • Die Deportation: Ein Überblick zur Einordnung in die nationalsozialistische Politik der Vernichtung
  • Bürokratie und Täter. Die Organisation der Vernichtungspolitik
  • Die Reaktionen auf Deportationen und Massenmord. Vom Wissen, Wegschauen und Profitieren der „Volksgenossen“
  • „Dem Reiche wir dienen…“ – die Deutsche Bahn im Dienste des Nationalsozialismus (Susanne Kill)

Teil 2: Deportationen in Bielefeld und Ostwestfalen 1941-1945 (Bernd J. Wagner)

Teil 3: Erinnerung, Mahnung, Leben in Gemeinschaft (Jupp Asdonk, Dagmar Buchwald)

  • Wiedergutmachung? Rückerstattung „arisierten“ Vermögens und Entschädigung (mit Beiträgen von Lisa Dickel. Katja Roeckner, Friedhelm Wittenberg)
  • Erinnerung und Erinnerungskultur (Jupp Asdonk)
  • Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus (Dagmar Buchwald)
  • Neues Leben in den jüdischen Gemeinden in Bielefeld und OWL (Dagmar Buchwald)

Teil 4: Das Thema „Shoah“ im Unterricht: Ausgewählte Konzepte, Methoden und Praxisbeispiele (Lutz Havemann)

  • Ausgewählte Unterrichtskonzepte
  • Geeignete Unterrichtsmethoden
  • Praxisbeispiele (mit Beiträgen von Norbert Busch, Maria Kublitz-Kramer, Christina Thomas, Christine Rhode-Jüchtern, Holger Wiewel, Martin Gentejohann, Bernd Langejürgen, Ernst Steinberg, Lutz Havemann, Christine Biermann, Almuth Müller-Röhr, Ute Dausendschön-Gay)

Anhang: Informationen zu wichtigen Initiativen und Gedenkorten

Bielefeld und die Welt
Prägungen und Impulse

Jürgen Büschenfeld und Bärbel Sunderbrink (Hg.)
17. Sonderveröffentlichung des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg e. V.
655 Seiten, Format 27,5 x 22 cm, 29 €
Verlag für Regionalgeschichte Bielefeld 2014
ISBN 978-3-89534-917-1

Inhalt

S. 9
Pit Clausen
Grußwort

S. 10
Gerhard Sagerer
Grußwort

S. 11 – 16
Jürgen Büschenfeld und Bärbel Sunderbrink
Einleitung
Die Welt im Kleinen einfangen – Chancen der Lokalgeschichte

Eingesessene und Neuankömmlinge – Die Stadt und ihre Menschen

S. 19 – 25
Susanne Tatje
»Eine Stadt für alle?«
Demographischer Wandel in Bielefeld

S. 27 – 46
Sonja Beinlich
Bielefelder in zwei Städten
Die Doppelstadt und ihre Vereinigung

S. 47 – 64
Kai-Uwe von Hollen
Inklusion und Exklusion in Bielefeld
Das Beispiel der jüdischen Familie Bonnin

S. 65 – 82
Jochen Rath
»Amerika Dein zweites, beßres Vaterland«
Auswanderung im 19. Jahrhundert

S. 83 – 96
Hans-Jörg Kühne
Bielefelder wider Willen
Zwangsarbeiter, DPs, Flüchtlinge und Vertriebene

S. 97 – 122
Hans-Walter Schmuhl
»Gastarbeiter« in Bielefeld 1960 bis 2000

Stadtherrschaften – Fremdbestimmt und selbstbewusst

S. 125 – 132
Jürgen Heinrich und Johannes Kramer
Stellschrauben der Stadtpolitik
Kommunale Handlungsspielräume zwischen Selbstverwaltung und staatlichem Einfluss

S. 133 – 148
Wolfgang Schindler
Bielefeld im Mittelalter
Eine autonome und selbstregierte Bürgerstadt?

S. 149 – 170
Jürgen Jablinski
Bielefeld, Ravensberg und das Rheinland
Lokale Herrschaft im Übergang vom Spätmittelalter zur Frühen Neuzeit

S. 171 – 188
Bärbel Sunderbrink
Revolution von außen
Bielefeld im Königreich Westphalen

S. 189 – 206
Sabine Mecking
»Oberzentral« in Ostwestfalen
Die kommunale Neuordnung Bielefelds

Grenzen sprengen – Der Weg in die globale Ökonomie

S. 209 – 214
Thomas Niehoff
Die Bielefelder Wirtschaft im Jubiläumsjahr
Eine Momentaufnahme

S. 215 – 224
Daniela Osterholt
Bielefeld und die Hanse
Ein unerforschtes Kapitel vormoderner Wirtschaftsgeschichte

S. 225 – 246
Udo Schlicht
Technologietransfer und industrielle Entwicklung
Die Bielefelder Textilbleichen vom 18. bis 20. Jahrhundert

S. 247 – 266
Karl Ditt
Bielefeld im 19. und frühen 20. Jahrhundert
Die Industrialisierung einer Textilstadt im europäischen Vergleich

S. 267 – 288
Sebastian Knake
Bielefelder Marken – Die Marke Bielefeld

S. 289 – 308
Harald Wixforth
Zurück auf dem Weltmarkt
Die Bielefelder Wirtschaft im Wiederaufbau 1948 – 1973

Bielefelder Weltsichten

S. 311 – 321
Angelika Epple
Des Teufels Handschrift
Bielefeld post-kolonial

S. 323 – 338
Margrit Schulte Beerbühl
Migration und internationaler Handel
Bielefelder Kaufleute im 18. und 19. Jahrhundert

S. 339 – 352
Felix Brahm
Afrikanische Kinder und Jugendliche in Bethel um 1900

S. 353 – 368
Bettina Brockmeyer
»Bethel im Kleinen«
Lutindi zur Zeit des Deutschen Kaiserreichs

S. 369 – 390
Barbara Frey
Von der Völkerschau zum Carnival der Kulturen
Bürgerschaftliches Interesse am Fremden

Mehr sein als Stein – Die gebaute Stadt und ihre natürlichen Ressourcen

S. 393 – 398
Martin Enderle
Stadt in drei Landschaften

S. 399 – 416
Lutz Volmer
Bürgerliche Baukultur in Bielefeld im 18. und 19. Jahrhundert
Lokale Prägungen und überregionale Einflüsse

S. 417 – 441
Andreas Beaugrand
Gebaute Repräsentation im 19., 20. und frühen 21. Jahrhundert
Von der Industrie- zur Mobilitäts- und Dienstleistungsarchitektur

S. 443 – 462
Claudia Quiring
Vom »kleinsten Haus« bis zur »aufgelockerten Stadtlandschaft«
Wohnen in Bielefeld von der Jahrhundertwende bis in die 1960er Jahre

S. 463 – 484
Christian Möller
Stadt und Umwelt
Infrastrukturen, Stadtplanung und die Gestaltung von Stadtraum in Bielefeld

Die Vielfalt der Kulturkontakte

S. 487 – 489
Stefan Brams
Bielefeld, keine Kulturstadt

S. 491 – 506
Christian Helbich
Kirche und Schulwesen im Zeichen der Reformation

S. 507 – 523
Philip Knäble
Bielefeld als Stadt der Toleranz?
Konfessionelles (Zusammen)Leben im 17. und 18. Jahrhundert

S. 525 – 546
Frank Konersmann
Entfaltung der Musikkultur in Bielefeld 1820 bis 1885
Bedingungen – Phasen – Akteure

S. 547 – 570
Jürgen Büschenfeld
Stadt in Bewegung
Turnen und Sport in Bielefeld

S. 571 – 596
Katrin Minner
Historische Selbstvergewisserung im Fest
Bielefelder Stadtjubiläen im 20. Jahrhundert

S. 597 – 616
Bärbel Thau
Kleine Kirchentage in Bielefeld
Das »Sennetreffen» mit Gästen und Inspirationen aus aller Welt

S. 617 – 634
Henning Kampherbeek
Die Exotik der Provinz
Theorie und Praxis der Reformuniversität Bielefeld

Anhang

S. 637
Dank

S. 638
Abkürzungen

S. 639 – 651
Personen-, Institutionen- und Ortsregister

S. 652 – 655
Autorinnen und Autoren