Historischer Verein für die Grafschaft Ravensberg e.V.

Neuerscheinungen

107. Jahresbericht des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg, 2022

Eva Manz
Neues zur Stadtentwicklung Bielefelds.
Archäologische Untersuchungen im Bereich Alter Markt / Piggenstraße
S. 7 – 28

Wolfgang Schindler
Bielefelder Kleriker im spätmittelalterlichen Rom
S. 29 – 60

Wolfgang Splitter
Von Brüchen und Brücken
Eine familienbiografische Skizze zum 25. Todestag von Ruth Florsheim (1900 – 1998)
S. 61 – 114

Dorothee von Trotha
„Bitte nicht so scharf im Ton“.
Die „Sonderberichte“ der Bielefelder Freien Presse (FP) zum Eichmann-Prozess
S. 115 – 146

Helga Jung-Paarmann
Die Frauenbewegung in Bielefeld in den 1970-er und 1980-er Jahren
S. 147 – 194

Vereinsbericht über das Jahr 2021
S. 195 – 202

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
S. 203

ISSN: 0342-0159

26. Sonderveröffentlichung
Else Zimmermann (1907 – 1995)
Widerstandskämpferin und erste Landrätin der Bundesrepublik

Hiltrud Böcker-Lönnendonker

Einleitung: Frauen im Widerstand
S. 9 – 16

Kindheit und Jugend – frühe Jahre
S. 16 – 25

Der Weg in den Widerstand
S. 25 – 35

Verfolgung
S. 35 – 54

»Freiheit« im nationalsozialistischen Staat (Brackwede 1937 – 1945)
S. 54 - 67

Neubeginn in der jungen Demokratie
S. 67 – 73

Der Entnazifizierungsausschuss des Landkreises
S. 73 – 83

Fragen der »Wiedergutmachung«
S. 83 – 88

Landtag und Bundestag
S. 88 – 93

»Frau Landrat«
S. 93 – 113

Die Universität
S. 113 – 115

Gebietsreform und Rücktritt
S. 116 – 130

Epilog
S. 131 – 132

Anmerkungen
S. 133 - 141

Danksagung
S. 142 - 143

Die Autorin
S. 143

Abbildungsverzeichnis
S. 144

26. Sonderveröffentlichung des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg e.V.
tpk-Verlag, Bielefeld 2022
ISBN 978-3-936359-97-8
18,80 €

Rückseitentext: Else Zimmermann (1907–1995) war als »Frau Landrat« von 1963 bis 1967 bundesweit die erste Frau in dieser Funktion. Doch nicht nur diese vier Jahre an der Spitze des Kreises Bielefeld stehen für einen beeindruckenden Lebensweg. Mit viel Einfühlungsvermögen spürt Hiltrud Böcker-Lönnendonker der politischen wie persönlichen Biografie dieser außergewöhnlichen Frau nach: der jungen Gewerkschafterin und Kommunistin, der Mutter und Ehefrau, der Widerstandskämpferin und der späteren SPD-Landtags- und Bundestagsabgeordneten, die immer umgeben von einer Schar von Männern »ihre Frau stand« und deren Antrieb stets ihr großes gesellschaftliches Verantwortungsgefühl war.

Die Autorin: Hiltrud Böcker-Lönnendonker, Jg. 1935, ehemalige Leiterin der Gertrud-Bäumer-Realschule und langjähriges Mitglied im Rat der Stadt Bielefeld; Mitglied des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg und der Geschichtswerkstatt; mehrere biografische Veröffentlichungen mit lokalen Bezügen, so über Lina Oetker (2011), Rudolf Oetker (2016) und Sophie Crüwell (2020).

Ravensberger Blätter
Hausgeschichten
Ausgabe 2022

  1. Beiträge

    Sebastian Schröder
    Wie wohnt der Pastor?
    Blicke in das Pfarrhaus der ravensbergischen Kirchengemeinde Holzhausen (Amt Limberg) an der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert
    S. 2 - 9

    Peter Barthold
    Lange Straße 87 in Vlotho
    Ein kleines, vielseitig genutztes Haus von 1653
    S. 10 - 17

    Fred Kaspar
    Der Hof Striedieck in Bünde
    Heute Tabak- und Zigarrenmuseum Bünde
    S. 18 - 25

    Daniel Bérenger
    Viktoriastraße 48
    Ein Bielefelder Wohnhaus aus dem 19. Jahrhundert im Umfeld der Ravensberger Spinnerei
    S. 26 - 35

    Barbara Frey
    Bürgerliches Wohnen
    Die Villa des Herrenwäschefabrikanten Karl Dornbusch in Bielefeld
    S. 36 - 43

    Gerhard Renda
    Bauhaus in Bielefeld?
    Zu einigen Wohnhäusern im Stil des Neuen Bauens
    S. 44 - 51

    Nicole Gensior
    Das ehemalige „Judenhaus“ in der Falkstraße 17
    Die Geschichte eines Hauses und seiner Bewohner*innen
    S. 52 - 57

    Andreas Beaugrand
    Die Bauernhausmuseum Bielefeld gGmbH
    25 Jahre bürgerliches Engagement auf der Ochsenheide
    S. 58 - 65

    Andreas Beaugrand
    Anker II
    Rekonstruktion einer Rettung
    S. 66 - 71

    Heinz-Dieter Zutz
    Ein schnelles Helles, frisch gezapft im Schipkapass
    Die heute nicht mehr existierende Bielefelder Gaststätte „Schipkapass“
    S. 72 - 79

    Christof Spannhoff
    Warum führten die Ravensberger Grafen die Sparren im Wappen?
    Überlegungen zur Herkunft des Wappenbildes
    S. 80 - 83

  2. Vereinsnachrichten

    Ulrich Andermann
    Jahreshauptversammlung des Historischen Vereins am 21. Mai 2022
    S. 84

    Andreas Beaugrand
    Zur Genese und Gestaltung des neuen Erscheinungsbildes des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg e. V.
    S. 85 - 87

    Gefion Apel / Frank Huismann
    Geschichte im Netzwerk: Geschichtsregion Lippe - Minden - Ravensberg
    2. Tag der Regionalgeschichte am 19. März 2022
    S. 88 - 90

    Bärbel Sunderbrink
    „Unser Land. 75 Jahre Nordrhein-Westfalen“
    Exkursion des Historischen Vereins zur Düsseldorfer Jubiläumsausstellung
    S. 91 - 93

    Ulrich Andermann
    Exkursion nach Bersenbrück und Börstel
    S. 94

    Silke Eilers / Hans-Heinrich Klußmann / Rolf Westheider
    Nachruf auf Martin Maschke
    S. 95

  3. Buchanzeigen

    Christian Loefke (Hg.), Die Konskription der Eigenbehörigen der Stadt Wiedenbrück
    1602 bis 1734 (Quellen und Forschungen zur Familien- und Höfegeschichte aus dem Kreis Gütersloh, Bd. 1);
    Jochen Ossenbrink (Hg.), Das Leibeigenthumbsbuch der Herrschaft Rheda von 1651/58. Konskription der Eigenbehörigen der Vogtei Rheda (Quellen und Forschungen zur Familien- und Höfegeschichte aus dem Kreis Gütersloh, Bd. 2)
    (Uwe Standera)
    S. 96 - 97

    Neuerwerbungen der Landesgeschichtlichen Bibliothek Bielefeld
    S. 98

  4. Veranstaltungshinweise

    Verleihung des Gustav-Engel-Preises (19. November 2022)
    S. 99

    Impressum / Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieses Heftes
    S. 100

    ISSN 1866-041X

24. Sonderveröffentlichung
Die Grafschaft Ravensberg in Mittelalter und Reformationszeit
Beiträge des ersten Ravensberger Kolloquiums

Herausgegeben von Ulrich Andermann und Michael Zozmann
24. Sonderveröffentlichung des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg e. V.
2021, 292 Seiten, 14 Abbildungen, geb. 29,00 Euro
ISBN 978-3-7395-1324-9
Verlag für Regionalgeschichte UG, Gütersloh
Auslieferung Verlag Aschendorff GmbH & Co KG, Münster

Dieses Buch vereint die Studien des ersten Ravensberger Kolloquiums, einer neuen wissenschaftlichen Tagungsreihe des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg e. V.
Ihr Thema ist die ravensbergische Landesgeschichte, die möglichst in vergleichender Perspektive sowohl chronologisch als auch systematisch untersucht werden soll.

Der vorliegende erste Band umfasst die Epoche des Mittelalters und der Reformationszeit. Er widmet sich der Entstehung und einzelnen Facetten von Herrschaft, wobei die ländliche Grundherrschaft, lokale Pfandherrschaften und die Gerichtsverfassung betrachtet werden. Die damit vielfach verflochtene landesherrliche Verwaltung wird in Bezug auf ihre Amtsträger und die Ravensberger Ritterschaft hinsichtlich der entstehenden landständischen Verfassung untersucht. Dass die Grafschaft seit dem Jahr 1521 im Territorienkomplex der Vereinigten Herzogtümer Kleve-Jülich-Berg den Status eines Nebenlandes oder einer Exklave besaß, wird bezüglich der herzoglichen Herrschaftspraxis ebenso thematisiert wie die Frage nach den Auswirkungen der Religionspolitik auf den Gemeindealltag. Die dabei berührte Reformationszeit wie auch die geistesgeschichtliche Epoche des Humanismus rücken in den Mittelpunkt der abschließenden Studie zu Schülern und Gelehrten und damit zur Bildungswirklichkeit in der Grafschaft Ravensberg.

Inhalt

Vorwort
S. 7 - 8

Frank Huismann Faktoren der Herrschaftsbildung. Lippe und Ravensberg im Vergleich bis 1346
S. 9 - 30

Roland Linde
Eigenbehörigkeit und Meierrecht. Grundherrschaft in Ravensberg im Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit
S. 31 - 48

Jürgen Jablinksi
Pfandherrschaften in der Grafschaft Ravensberg. Lokalherrschaft neu gedacht
S. 49 - 74

Ulrich Andermann
Frei-, Feme-, Go- und Amtsgerichte.
Die Gerichtsverfassung in Ravensberg bis 1556/58
S. 75 - 122

Wolfgang Schindler
Herkunft und Karriereverläufe der landesherrlichen Amtsträger der Grafschaft Ravensberg im 15. und 16. Jahrhundert
S. 123 - 174

Elizabeth Harding
Landtag und Archiv. Wissensordnungen und legitimierende Kontinuitätsfiktionen bei der Ravensberger Ritterschaft
S. 175 - 190

Stefan Gorißen
Die Grafschaft als Exklave. Herrschaftspraxis in Ravensberg unter den Herzögen von Jülich-Kleve-Berg
S. 191 - 212

Antje Flüchter
Die via media in Ravensberg zwischen obrigkeitlicher Norm und Gemeindealltag
S. 213 - 231

Christian Helbich
Schüler und Gelehrte. Bildungsansprüche und Bildungswirklichkeit in Bielefeld und Herford im Spätmittelalter und in der Reformationszeit
S. 232 - 271

Abkürzungen
S. 272 - 274

Personenregister
S. 275 - 282

Ortsregister
S. 283 - 288

Autorinnen und Autoren
S. 289 - 291

22. Sonderveröffentlichung
Akzisestädte im preußischen Westfalen
Die Stadtrechtsverleihungen von 1719 und die Steuerpolitik König Friedrich Wilhelms I.

Johannes Altenberend / Burkhard Beyer (Hg.)

Akzisestädte im preußischen Westfalen
Die Stadtrechtsverleihungen von 1719 und die Steuerpolitik König Friedrich Wilhelms I.

Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen, Neue Folge 57 und 22. Sonderveröffentlichung des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg

Verlag für Regionalgeschichte, 2020
ISBN 978-3-7395-1222-8
Gb. 25 x 17 cm. 360 S. 32 sw. Abb. 37 farb. Abb. 1010 gr.
29,00 €

Vor 300 Jahren verlieh der preußische König Friedrich Wilhelm I. gleich acht Orten seiner Grafschaft Ravensberg das Stadtrecht: Borgholzhausen, Bünde, Enger, Halle, (Preußisch) Oldendorf, Versmold, Vlotho und Werther. Anlass für diesen großzügig erscheinenden Verwaltungsakt von 1719 war allerdings nicht die Förderung der Orte, sondern die Steuerpolitik des preußischen Staates. Dieser führte in den neuen Städten(und in den alten Städten Bielefeld und Herford) die Erhebung der »Akzise« ein, eine Steuer vor allem auf Verbrauchsgüter.

2019 haben die acht Städte gemeinsam an die Stadtrechtsverleihung erinnert. Dazu gehörte auch eine wissenschaftliche Tagung, die vom Historischen Verein für die Grafschaft Ravensberg und der Historischen Kommission für Westfalen am 23. März 2019 im Bielefelder Stadtarchiv abgehalten wurde. Die Vorträge dieser Tagung bilden die Grundlage für den vorliegenden Band, der um weitere Beiträge ergänzt wurde.

Besonderes Augenmerk gilt den kurzfristigen und langfristigen Auswirkungen der Stadtrechtsverleihungen. Die Ergebnisse für die acht Orte fallen dabei durchaus unterschiedlich aus. Den Darstellungen der Orte vorangestellt sind eine Reihe grundlegender Beiträge − über die Geschichte Ravensbergs in brandenburgisch-preußischer Zeit, über die Grundzüge der Akzise-Politik, über die Folgen der Steuer für das ländliche Gewerbe und für die in Ravensberg lebenden Juden. Im Vergleich werden auch die Verhältnisse in der Grafschaft Tecklenburg und in Kleve-Mark betrachtet.

Inhalt

Vorwort
S. 7 - 8

Ulrich Andermann
Grußwort
S. 9 - 10

Mechthild Black-Veldtrup
Anmerkungen zur Quellenlage
S. 11 - 16

Sektion 1: Grundsätze und Folgen der Reformen

Werner Freitag
Vergessene Zeiten? Das brandenburgisch-preußische
Minden-Ravensberg im 17. und 18. Jahrhundert
S. 17 - 28

Sebastian Schröder
Die preußischen Akzise- und Städtereformen
in der Grafschaft Ravensberg zu Beginn des 18. Jahrhunderts
S. 29 - 48

Sebastian Schröder
Das „Stadterhebungsedikt“ vom 17. April 1719
und der Akzisetarif vom 9. Mai 1719.
Kommentar und Edition
S. 49 - 102

Wilfried Reininghaus
Die Akzisestädte und ihr Umland
im Spiegel der „Historischen Tabellen“ des Jahres 1804
S. 103 - 116

Bärbel Sunderbrink
Juden in den neuen Landstädten von Ravensberg
S. 117 - 126

Stefan Gorißen
Preußischer Fiskalismus oder Kampf gegen kleinstädtische Korruption? Die preußische Akzise- und Städtepolitik in Kleve-Mark
unter Friedrich Wilhelm I.
S. 127 - 150

Christof Spannhoff
Schnaps oder Stadtrechte? Die Einführung der preußischen Akzise
in der Grafschaft Tecklenburg in den 1720er-Jahren
S. 151 - 178

Sektion 2: Lokale Perspektiven

Jochen Rath
„… eine merkliche Veränderung …“ Ratsneuordnung und Akziseeinführung in Bielefeld 1719
S. 179 - 208

Katja Kosubek
„Es triumphierte der kalte Rechengeist“.
Halle zahlte einen hohen Preis für die Stadtrechte
S. 209 - 218

Rolf Westheider
Ein Muster-Städtchen im Linnen-Ländchen? Versmolds Entwicklung nach der Stadtrechtsverleihung von 1719
S. 219 - 236

Sebastian Schröder
„Zu des Landes Flohr“.
Borgholzhausen als „Akzisestadt“ in der ersten Hälfte
des 18. Jahrhunderts
S. 237 - 256

Sebastian Schröder
Schon zu Widukinds Zeiten eine „uhralte“ Stadt.
Enger und die preußische Akzise in der ersten Hälfte
des 18. Jahrhunderts
S. 257 - 294

Norbert Sahrhage
„… ohne fernern Verzug einführen zu laßen“.
Die Erhebung Bündes zur Akzisestadt am 20. Oktober 1719
und die städtische Entwicklung im 18. und 19. Jahrhundert
S. 295 - 312

Sebastian Schröder und Inge Wienecke
Ein Ort an der Weser wird „Akzisestadt“.
Vlothos städtische Entwicklung seit dem 18. Jahrhundert
S. 313 - 342

Die Autorinnen und Autoren
S. 343 - 346

Personenregister
S. 347 - 353

Ortsregister
S. 354 - 359

Abkürzungen
S. 360