Zwangssterilisationen
und NS-„Euthanasie“
Das Schweigen brechen
Während der NS-Diktatur wurden in Deutschland ab 1934 mehr als 400.000 Menschen mit einer Behinderung zwangsweise sterilisiert. Außerdem drohte ihnen ab 1939 die Gefahr, Opfer von Krankenmorden zu werden. Auch in unserer Region finden sich zahlreiche Betroffene. Ihr Schicksal ist allerdings kaum bekannt; lange Zeit wurde zu diesem Thema geschwiegen. Unsere Projektgruppe bricht das Schweigen. Aus unterschiedlichen Perspektiven erforschen wir Zwangssterilisationen und Krankenmorde. Wir sind überzeugt: Die Aufarbeitung von NS-Unrecht ist wichtig, um zu erinnern und zu mahnen!
Regelmäßig treffen wir uns, um uns auszutauschen und neue Forschungen zu diskutieren. Wir erschließen gemeinsam Schriftstücke aus Archiven und unterstützen uns bei der Recherche. Außerdem laden wir ausgewiesene Fachleute aus Wissenschaft und Archiven ein, die uns neue Impulse vermitteln.
Ansprechpartnerin: Kerstin Stockhecke
E-Mail: k.stockhecke@gmx.de
Erste Ergebnisse unserer Projektarbeit haben wir 2025 in den „Ravensberger Blättern“ veröffentlicht. 2026 hat die AG zudem einen Podcast zum Thema produziert. Wer mag, ist herzlich eingeladen, aktiv mitzuwirken und eigene Ideen einzubringen.
Podcast-Launch am 11.10.26
Wie lässt sich Geschichte vermitteln? Auch über die Ohren. Gemeinsam mit Radio Antenne Bethel hat die Projektgruppe „Zwangssterilisation und NS-‚Euthanasie‘ in der Region“ ihre historischen Forschungsergebnisse in einem Podcast aufbereitet.
Am Entstehungsort des Hörfeatures, dem Studio von Antenne Bethel im Dankort, berichtete die Projektgruppe über ihre Arbeit seit 2022: von der Recherche in historischen Quellen, von neuen Erkenntnissen und davon, wie diese ihren Weg in den Podcast fanden.
Geschichte hören. Der Podcast.
Unter dem Titel „Geschichte hören. Der Podcast. Zwangssterilisationen – ein unbekanntes Kapitel nationalsozialistischen Unrechts in der Region“ kann das Ergebnis hier angehört werden:
Impressionen vom Podcast-Launch






Fotos: Annette Meyer zu Bargholz.
