33. Sonderveröffentlichung: Traditionsinseln und „Gute Stuben“

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist 33_Traditionsinseln-Titelbild-Hoehe_500.jpg

Fred Kaspar: Traditionsinseln und „Gute Stuben“. Bewährte Konzepte von Städtebau und Denkmalpflege? Bielefeld und andere Städte in Ostwestfalen (33. Sonderveröffentlichung, Historischer Verein für die Grafschaft Ravensberg e. V.; Einblicke – Schriften der Stiftung Kleines Bürgerhaus, Band 7)
1. Auflage 2025, 136 Seiten, Hochformat 16,5 x 24 cm
Petersberg: Michael Imhof Verlag, ISBN 978-3-7319-1661-1, Preis: 19,95 Euro
Im Buchhandel erhältlich

Beschreibung
Seit der Weimarer Zeit wurden in den Zentren deutscher Städte zunehmend sogenannte Altstadtsanierungen durchgeführt. Sie sollten zum einen der Beseitigung städtebaulicher Missstände – wie zu dichte Bebauung und verkehrliche Erschließung – dienen, zum anderen dem Erhalt bzw. der Wiederherstellung des historisch gewachsenen, für „typisch“ gehaltenen Stadtbildes. Nach den starken Zerstörungen vieler Innenstädte wurden nach 1945 die hierbei entwickelten Praktiken vielerorts zu dem von Städtebauern, Denkmalpflegern und Verkehrsplanern oft vertretenen Ziel weiterentwickelt, die Altstädte zugunsten breiter Straßen und großer Geschäftsflächen auf eingegrenzte kleinere Traditionsinseln zu reduzieren. Gerne am historischen Markt geschaffen und als Gute Stuben bezeichnet, errichtete man dort, neben erhaltenen Altbauten, umgesetzte, rekonstruierte und auch erfundene Fassaden. Am Beispiel verschiedener ostwestfälischer Städte werden die allerorts propagierten Ziele mitsamt ihren Akteuren, Argumenten und Resultaten exemplarisch analysiert.

Inhalt
Stadterneuerung – Historisches Einzelbauwerk und Traditionsinseln (S. 8–11)
Der Umgang mit historischer Substanz (S. 11–12)
„Gute Stuben“ und Traditionsinseln in ostwestfälischen Städten. Fünf Wege zur Transformation historischer Stadtkerne (S. 13)

Bielefeld
Die Vorgeschichte – Zunehmende Wahrnehmung historischer Substanz (S. 13–20)
Der Alte Markt wird nach 1945 zur „Guten Stube“ von Bielefeld (S. 21–37)
Was geschah nach 1945 mit anderen in der Bielefelder Altstadt „übrig gebliebenen“ Bauten? (S. 37)
Obernstraße 29 zu Obernstraße 36 (S. 37–45)
Aus dem privaten Bürgergarten in den Stadtpark (S. 45–46)
Herford
Traditionsinseln inmitten von Verkehrsströmen (S. 47–51)
Paderborn
Spolien und historische Inseln. Kriegszerstörung als Chance für eine aufgeräumte Stadt (S. 51–53)
Versetzen und Retten zur Schaffung neuer Traditionsinseln (S. 53–55)
Retten von Spolien durch Neuverwendung (S. 55–58)
Einsetzen von Spolien zur Schaffung von Historizität (S. 59–60)
Schutz erhaltender „Fachwerkinseln“ und ihre „Komplettierung“ (S. 60–62)
Minden
Traditionsinseln durch Komplettierung des Authentischen. Gestaltung einer „typischen Altstadtstraße“ (S. 62–68)
Gütersloh
Vom Kirchhof zur Traditionsinsel – Moderne Großstadt mit historischem Kern (S. 68–79)
Traditionsinseln landauf und landab (S. 80–82)
Traditionsinseln – Motivationen, Ziele und Argumentationen
Antiquarisches Interesse (S. 83–87)
Altstadt als städtebauliches Ziel (S. 87–90)
Kenntnisse und Handelsmaximen – Wofür stedt Bielefelds „Gute Stube“? (S. 90–94)
Sogenanntes Battig-Haus (Alter Markt 3), das letzte erhaltene Haus am Markt (S. 94–99)
Immer weiter ohne historische Kenntnisse? (S. 99)
Traditionsinseln – Reaktion auf Stadtwandel? (S. 99–103)
„Rettung“ als treibendes Motivation der Nachkriegszeit (S. 104–106)
Wandel der Perspektive – Gebäude als Geschichtserzeugnisse (S. 107–108)
Traditionsinseln sind Zeugnisse der Stadtentwicklung (S. 108–111)
Ergebnisse: Ein Perspektivwechsel – Stadtbaugeschichte oder Stadt-Baugeschichte? (S. 112–115)
Anmerkungen (S. 116–131)
Bildnachweis (S. 132–133)
Ortsregister (S. 134–136)


Nach oben scrollen