17. Sonderveröffentlichung

Sonderveröffentlichung: Bielefeld und die Welt. Prägungen und Impulse, Abbildung Titel

Jürgen Büschenfeld und Bärbel Sunderbrink (Hg.): Bielefeld und die Welt. Prägungen und Impulse (17. Sonderveröffentlichung des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg e. V.)
1. Auflage 2014, 655 Seiten, Hochformat, Illustrationen
Bielefeld: Verlag für Regionalgeschichte, ISBN 978-3-89534-917-1
Restexemplare erhältlich in der Geschäftsstelle des Historischen Vereins (29,00 EUR)

Beschreibung
Eine Stadt entwickelt sich nicht allein aus sich heraus. Ihre Bewohner kommen und gehen, ihre Architektur folgt Moden, ihre Wirtschaft schwankt mit der Konjunktur, ihre Verwaltung ist eingebettet in übergeordnete Herrschaftsstrukturen. Doch ein Gemeinwesen wird nicht nur von außen bestimmt. Es kann durch seine Menschen, seine Produkte, seine Kultur auch wieder über die engen Grenzen hinauswirken. Das Buch zu ‚800 Jahre Bielefeld‘ hat die Wechselwirkungen der Stadt mit ‚der Welt‘ zum Thema. Es geht um Prägungen von außen und um Impulse, die die Stadt ‚in die Welt‘ sendet. Bielefeld ist heute ein Ort mit einer multikulturellen Einwohnerschaft, global agierenden Unternehmen und einem breiten Bildungs- und Kulturangebot. An zentralen Themen der Stadtgeschichte zeigt das Buch, wie Bielefeld zu dem werden konnte, was es heute ist.

Inhalt

Pit Clausen: Grußwort (S. 9)
Gerhard Sagerer: Grußwort (S. 10)

► Jürgen Büschenfeld/Bärbel Sunderbrink: Einleitung. Die Welt im Kleinen einfangen – Chancen der Lokalgeschichte. Eingesessene und Neuankömmlinge – Die Stadt und ihre Menschen (S. 11–16)

► Susanne Tatje: „Eine Stadt für alle?“ Demographischer Wandel in Bielefeld (S. 19–25)

► Sonja Beinlich: Bielefelder in zwei Städten. Die Doppelstadt und ihre Vereinigung (S. 27–46)

► Kai Uwe von Hollen: Inklusion und Exklusion in Bielefeld. Das Beispiel der jüdischen Familie Bonnin (S. 47–64)

► Jochen Rath: „Amerika Dein zweites, beßres Vaterland“. Auswanderung im 19. Jahrhundert (S. 65–82)

► Hans-Jörg Kühne: Bielefelder wider Willen. Zwangsarbeiter, DPs, Flüchtlinge und Vertriebene (S. 83–96)

► Hans-Walter Schmuhl: „Gastarbeiter“ in Bielefeld 1960 bis 2000. Stadtherrschaften – Fremdbestimmt und selbstbewusst (S. 97–122)

► Jürgen Heinrich/Johannes Kramer: Stellschrauben der Stadtpolitik. Kommunale Handlungsspielräume zwischen Selbstverwaltung und staatlichem Einfluss (S. 125–132)

► Wolfgang Schindler: Bielefeld im Mittelalter. Eine autonome und selbstregierte Bürgerstadt? (S. 133–148)

► Jürgen Jablinski: Bielefeld, Ravensberg und das Rheinland. Lokale Herrschaft im Übergang vom Spätmittelalter zur Frühen Neuzeit (S. 149–170)

► Bärbel Sunderbrink: Revolution von außen. Bielefeld im Königreich Westphalen (S. 171–188)

► Sabine Mecking: „Oberzentral“ in Ostwestfalen. Die kommunale Neuordnung Bielefelds (S. 189–206)

► Thomas Niehoff: Die Bielefelder Wirtschaft im Jubiläumsjahr. Eine Momentaufnahme (S. 209–214)

► Daniela Osterholt: Bielefeld und die Hanse. Ein unerforschtes Kapitel vormoderner Wirtschaftsgeschichte (S. 215–224)

► Udo Schlicht: Technologietransfer und industrielle Entwicklung. Die Bielefelder Textilbleichen vom 18. bis 20. Jahrhundert (S. 225–246)

► Karl Ditt: Bielefeld im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Die Industrialisierung einer Textilstadt im europäischen Vergleich (S. 247–266)

► Sebastian Knake: Bielefelder Marken – Die Marke Bielefeld (S. 267–288)

► Harald Wixforth: Zurück auf dem Weltmarkt. Die Bielefelder Wirtschaft im Wiederaufbau 1948–1973 (S. 289–308)

► Angelika Epple: Des Teufels Handschrift. Bielefeld post-kolonial (S. 311–321)

► Margrit Schulte Beerbühl: Migration und internationaler Handel. Bielefelder Kaufleute im 18. und 19. Jahrhundert (S. 323–338)

► Felix Brahm: Afrikanische Kinder und Jugendliche in Bethel um 1900 (S. 339–352)

► Bettina Brockmeyer: „Bethel im Kleinen“. Lutindi zur Zeit des Deutschen Kaiserreichs (S. 353–368)

► Barbara Frey: Von der Völkerschau zum Carnival der Kulturen. Bürgerschaftliches Interesse am Fremden (S. 369–390)

► Martin Enderle: Stadt in drei Landschaften (S. 393–398)

► Lutz Volmer: Bürgerliche Baukultur in Bielefeld im 18. und 19. Jahrhundert. Lokale Prägungen und überregionale Einflüsse(S. 399–416)

► Andreas Beaugrand: Gebaute Repräsentation im 19., 20. und frühen 21. Jahrhundert. Von der Industrie- zur Mobilitäts- und Dienstleistungsarchitektur (S. 417–441)

► Claudia Quiring: Vom „kleinsten Haus“ bis zur „aufgelockerten Stadtlandschaft“. Wohnen in Bielefeld von der Jahrhundertwende bis in die 1960er Jahre (S. 443–462)

► Christian Möller: Stadt und Umwelt. Infrastrukturen, Stadtplanung und die Gestaltung von Stadtraum in Bielefeld (S. 463–484)

► Stefan Brams: Bielefeld, keine Kulturstadt (S. 487–489)

► Christian Helbich: Kirche und Schulwesen im Zeichen der Reformation (S. 491–506)

► Philip Knäble: Bielefeld als Stadt der Toleranz? Konfessionelles (Zusammen)Leben im 17. und 18. Jahrhundert (S. 507–523)

► Frank Konersmann: Entfaltung der Musikkultur in Bielefeld 1820 bis 1885. Bedingungen – Phasen – Akteure (S. 525–546)

► Jürgen Büschenfeld: Stadt in Bewegung. Turnen und Sport in Bielefeld (S. 547–570)

► Katrin Minner: Historische Selbstvergewisserung im Fest. Bielefelder Stadtjubiläen im 20. Jahrhundert (S. 571–596)

► Bärbel Thau: Kleine Kirchentage in Bielefeld. Das „Sennetreffen“ mit Gästen und Inspirationen aus aller Welt (S. 597–616)

► Henning Kampherbeek: Die Exotik der Provinz. Theorie und Praxis der Reformuniversität Bielefeld (S. 617–634)

Anhang
Dank (S. 637)
Abkürzungen (S. 638)
Personen-, Institutionen- und Ortsregister (S. 639–651)
Autorinnen und Autoren (S. 652–655)

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